Die B5 war ein einsitziges, freitragendes Mitteldecker-Segelflugzeug.

FFG B5
FFG B5

 

Konstruktion

Ausgelegt für den Streckensegelflug lag das Hauptaugenmerk der Konstruktion von Friedrich Lange und Gotthold Peter auf hoher Reisegeschwindigkeit, Wendigkeit und einfacher Montage. Die 15 Meter spannende zweiteilige, geknickte Holztragfläche mit Kastenholm und elliptischem Grundriss war am Rumpf mit jeweils zwei Schnellverschlüssen befestigt. Die zweigeteilten Querruder hatten Flettner-Ruder. Der schmale Holzrumpf in Schalenbauweise trug am Ende ein hochgesetztes Pendelhöhenruder mit Flettnerrudertrimmung und als Seitenleitwerk einen symmetrischen Doppelflügel, das bei Ausschlag einen Spaltflügel bildete. Das beim Start genutzte gefederte Fahrwerk war einfahrbar, gelandet wurde auf einer Holzkufe. Gebaut wurde die Maschine in der von der DVL gemieteten ersten Etage eines Fabrikgebäudes in Berlin-Charlottenburg, so dass Bauteile durch die Fenster gehievt werden mussten.

 

Ausrüstung

Zur Ausrüstung gehörte ein herausnehmbares Instrumentenbrett von Askania mit elektrischem Wendezeiger, künstlichem Horizont, Variometer, Fahrt– und Höhenmesser, Kompass und eine Borduhr.

 

Nutzung

Das mit D-4-603 registrierte Flugzeug nahm an den Zielstrecken-Segelflugwettbewerben 1937 und 1938 teil.

 

Technische Daten

Kenngröße Daten
Besatzung 1
Länge 6,15 m
Spannweite 15,00 m
Höhe 1,24 m
Flügelfläche 11,00 m²
Flügelstreckung 20,45
Tragflächenprofil 549
Gleitzahl 30,5 bei 76 km/h
Geringstes Sinken 0,67 m/s bei 64 km/h
Zuladung 85 kg
Rüstgewicht 140 kg
Fluggewicht 225 kg
Höchstgeschwindigkeit 228 km/h

weiterführende Literatur

  • Segelflugzeug B 5. In: Flugsport. Nr. 16, August 1937, S. 416–418.
  • Helmut Schneider (Hrsg.): Flugzeug-Typenbuch. 5. überarbeitete, erweiterte Auflage. Herm. Beyer Verlag, Leipzig 1944, S. 282.
  • Hans Joachim Wefeld: 75 Jahre Akaflieg Berlin. Akademische Fliegergruppe Berlin, Berlin 1995.
  • Frank-Dieter Lemke, Rolf Jacob: Die Akademischen Fliegergruppen in Deutschland bis 1945. Teil 1. In: Flieger Revue extra. Nr. 29, März 2010, ISSN 0941-889X, S. 52 f.

Weblinks